VBZ Karrierekompass: «Ohne die Instandhaltung fährt kein Tram»

Shownotes

Damit der Trambetrieb in Zürich rund läuft, braucht es nicht nur Trampilot*innen, sondern auch Leute im Hintergrund, die Trams reparieren, warten und so disponieren, dass sie in einwandfreiem Zustand auf die Schienen zurückkehren können. Genau das macht das Team von Michael Fink, Leiter Instandhaltung Tram. «Wir sind sozusagen die Automechaniker der Trams», schmunzelt er. Bei ihm arbeiten unter anderem Reiniger*innen, Radsatzbearbeiter*innen, Magaziner*innen, technische Fahrzeugwart*innen und Instandhalter*innen – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr im Schichtbetrieb, verteilt auf Tramdepots in der ganzen Stadt Zürich.

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00:00:00: Du los ist der VBZ-Karriere-Kompass, der Podcast mit

00:00:03: Geschichten und Hintergründen rund ums Schaffen bei der VBZ.

00:00:26: Das ist die neueste Folge des VBZ-Karriere-Kompass.

00:00:30: Ich bin heute im VBZ-Zentrum mit Michael Fink.

00:00:33: Hallo Michael.

00:00:34: Hallo Jessica.

00:00:35: Du bist Leiter in Standhaltung.

00:00:38: Genau.

00:00:39: Sag doch mal, was machst du und wie bist du da herkommen?

00:00:44: Ja, ich kann ... Als kleiner Bub, mein Vater hat auch den Fäubenzett gearbeitet.

00:00:50: Er nahm mich schon früher als kleiner Bub in die Strand-Epo, als ich die erste Berührungspunkte hatte.

00:00:58: Ich konnte die Faszination der Tram und der Fäubenzett in der Stadt Zürich immer mitnehmen können.

00:01:04: Ich fing dann im Nullsieb in die Lehre an als Automatiker.

00:01:07: Ich konnte dann im Depot als Instandhalter an der Basis arbeiten, ca.

00:01:13: zwei bis drei Jahre.

00:01:14: Ich konnte dann intern immer weiterentwickeln.

00:01:18: Seit einem Jahr konnte ich die Funktion als Leiter in Instandhalter übernehmen können.

00:01:23: Da ist natürlich auch noch spannend.

00:01:25: Mein Vater hat die Jobvorgängung gemacht, also ich konnte meinen Vater in Pension.

00:01:30: Ich bin jetzt sozusagen in der zweiten Generation der Finchfamilie als Leiter in Instandhalter unterwegs.

00:01:37: Unglaubliche Geschichte eigentlich, oder?

00:01:40: Ja, sehr kurz, jetzt erzählt, aber eine recht lange Story und auch immer eine rechte Pension dahinter, weil mich die Fabia Zett schon immer fasziniert hat, weil sie halt auch einen rechten Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt Zürich beiträgt.

00:01:53: Jetzt bist du leider in Standhaltung.

00:01:56: Wie viele Leute sind hier bei dir beschäftigt und was macht ihr genau?

00:01:59: Ich habe ... Zirka sind ca.

00:02:02: von der Tendenz steigend aufgrund der Entwicklung der VBZ, die wir haben.

00:02:08: Sie sind dezentral, wir sind in der ganzen Stadt verteilt.

00:02:11: Die grosse Depots, die man vielleicht kennt, sind Öhrlinge, Kalkbreite und Irchel.

00:02:17: Nach einem Aussenstandort wie Wollishofen-Hardt und Zentralwerkstatt.

00:02:21: Meine Leute arbeiten im Schichtbetrieb aus.

00:02:25: Es dauert von der Berufsgruppe Rheiniger, Technisch-Fahrzeug-Wart, Ratsatzbearbeiter, Instandhalter, Teamleiter, Meister.

00:02:37: Einfach gesagt sind wir die Automechaniker der Tram, wenn man so will.

00:02:42: Wir sind alles rund um Tram-Manager, Sächli-Reparaturen, Wartungen, Instandsetzungen, Dispositionen.

00:02:50: Das Fahrbetrieb muss natürlich auch die Tram übernehmen können.

00:02:54: Was muss ich für ein Tram haben?

00:02:55: Da ist auch sehr viele Dispositionstätigkeiten dahinter, die auch meine Leute vorbereiten, dass nachher den Fahrbetrieb Trampilotinnen und Trampilotinnen kommen können, wissen, welches Fahrzeug sie nehmen können und dann eigentlich ausfahren

00:03:10: können.

00:03:10: Das klingt noch recht umfassend von den verschiedenen Berufsbildern, die du im Team

00:03:15: hast.

00:03:16: Wir wollen heute ein bisschen genauer den Standhalter und den technischen Fahrzeugwort auch anschauen.

00:03:23: Zwei Berufsgruppen, die ähnlich sind, aber irgendwie gleich wie nicht ganz gleich.

00:03:27: Kannst du das mir genauer erklären?

00:03:32: Eigentlich ist das eine Unterteilung von der Ausbildung und der Aufgabe her.

00:03:37: Der technische Fahrzeugwart steigt vor allem eher aus der Mechanik ein.

00:03:43: Wir haben dort Produktionsmechaniker, Automatikmundeure, Polymechaniker, die eher den technischen Hintergrund haben von den Lehrern, die dann nach einem Servicearbeiten am Tram machen, wie Öl, Wechsel, Türen, Schmieren, unterstützende Arbeiten bei Fahrwerkwechsel.

00:04:02: Und dann haben wir den Standhalter.

00:04:04: die dann doch schon mehr selbständiger komplexere Arbeit, also das Arbeitsbild wird dann komplexer und geht vor allem viel stärker ins elektrische Ninen, wo man dann auch mehr eine elektrische Fähigkeit braucht, weil man dann im sechshundert Voltbereich Störungsdiagnose macht.

00:04:20: Wir stöten auch viel mehr nachher noch im dispositiven Teil in einem frühen Sportdienst, wo man nachher auch die ganze Disposition dazu nimmt.

00:04:28: Also das ganze Aufgabenportfolio wird einfach komplexer.

00:04:33: Jetzt hast du die zwei Berufsbilder sehr gut beschrieben.

00:04:36: Was muss man damit bringen, dass man überhaupt in die Jobs

00:04:41: reinkommt?

00:04:41: Bei beiden Jobs haben wir Grundanforderungen, damit sie dranfahren können.

00:04:46: Wir haben den Standhalter, der Störungsprobefahrten wieder in Betrieb namens macht, auch Fahrer und Mitleute.

00:04:53: Die sind wirklich auch noch im Fahrdienst tätig, um einen gewissen Prozentsatz.

00:04:57: Nachher haben wir den technischen Fahrzeugwart, der Fahrzeug-E-Zeug macht, also Wagen-Ausdusche, wenn ein Trampilot ein Trampilot in Problem hat.

00:05:05: Dann können wir Fahrzeuge auswechseln, unter Tages bringen wieder ein gutes Fahrzeug raus, wenn ein Klima-Lag kaputt ist.

00:05:12: Wir haben manöver oder auch Probefahrten nach Wartigen.

00:05:15: der Technisch-Fahrzeugwart macht.

00:05:17: Das bedingt, dass wir die Eigennigsabklärung zum Tramfahren eigentlich mit der Vorgängung abklären bei beiden Prüfen.

00:05:24: Das heisst, man bewirbt sich bei der FABZ, kommt zuerst schon mal in die Bewerbung.

00:05:28: Und nachher wird man schon vor die erste Prüfung gestellt, ohne dass man eingeladen wird zum Bewerbungsgespräch.

00:05:35: Das heisst, man macht eine Fahreignungsdiagnose-Test.

00:05:38: Das heisst, die FED.

00:05:39: Wenn man eben steht, geht es weiter mit Vertrauensarzt-Untersuch.

00:05:43: Weil wir auch äussere Einflüsse haben, ist man körperlich fit.

00:05:48: Und nachher haben wir das IAP.

00:05:50: Das IAP ist eine psychologische Eignungs-Untersuch.

00:05:56: Das ist nach einem ganzen Tag lang, wo man auf diverse Punkte Belastbarkeit, Peripherre sich bereichen etc.

00:06:04: prüft wird, dass man nach einer Belastung, die ein Trampilot ausgesetzt ist, täglich gestanden hat, so dass man sicher auch unterwegs ist.

00:06:13: Wenn man diesen auch bestanden hat, wird man erst dann eingeladen zum Bewerbungsgespräch.

00:06:18: Das ist eine sehr lange Zeit.

00:06:22: Dementsprechend zieht sich das auch über drei, vier Monate hinweg, bis man dann überhaupt einmal seinen zukünftigen Vorgesetz kennenlernt.

00:06:31: Und dann einmal nach einem Schnuppertag organisiert und schaut.

00:06:36: Und dann kommt man zu euch.

00:06:39: Und eventuell hat man aber wahrscheinlich noch nie mit Tram etwas zu tun.

00:06:44: Und weiss gar nicht, wie es so gefährdet ist.

00:06:46: Und ihr habt ja viele verschiedene Tramtypen funktioniert.

00:06:50: Was macht man da?

00:06:52: Es gibt wirklich nicht so den Standhalten der technischen Fahrzeugwarte, die Grundausbildung, die man als Lehrer machen kann.

00:07:00: Man hat immer nur Teilbereich, Grundlagen, Fertigkeiten, mechanisch, elektrisch.

00:07:05: Man weiss, wie man das Voltmeter bedient.

00:07:08: Nachher fängt eigentlich die ganze Ausbildung an.

00:07:11: Ein Teil davon ist die ganze Tramprüfung.

00:07:15: die je nachdem bis hin zu drei Monaten geht, welches Fahrprofil man dann hat, wenn man mit Personen fährt oder ohne.

00:07:22: Heute gibt es noch Unterschiede.

00:07:23: Und nachher fängt die Praxisausbildung an den Job an, die dann nachher sich hinziehen bis zu einem Jahr oder sogar noch länger.

00:07:30: Ich habe auch gehört von diesem passarellen Laufbahnprogramm, an dem ihr anbietet, dass man vom technischen Fahrzeugwarten auch zum Instandhalter weitergebildet wird.

00:07:41: Wie funktioniert das genau?

00:07:44: Schaut die Dehde hinter.

00:07:45: Ja, das ist ein ziemlich einmaliges System, das wir aufbauen können.

00:07:50: Unser Hintergrund ist, dass wir eine sehr komplexe Ausbildung haben.

00:07:55: Wir wollen die Leute möglichst wie uns halten.

00:07:58: Wir wollen sich weiterentwickeln, fördern und fordern.

00:08:01: Wir haben uns hier das System so aufbauen können, dass man einen technischen Fahrzeugwart, der auch elektrisch begeistert ist, in seinen Aufgabengebieten erweitern möchte.

00:08:12: Komplexere Arbeiten möchte ich übernehmen, damit wir ihn ... und fördern, wenn er auch von der Person her passt, dass man ihn in das Programm aufnimmt und dann mit internen sowie externen Kursen weiterentwickeln könnte, sodass er nach einem Anforderungsprofil von meinem Standhalter erfüllt.

00:08:28: Und so können wir Leute intern anziehen, die dann nach einem internen Jobwechsel haben oder natürlich auch wieder Grundbasis bringen, dann schon mit.

00:08:37: Er kennt Fahrzeuge, er kennt Abläufe, er kennt die Leute.

00:08:40: Er kann schon fahren, er hat die Vorreignungsthemen, weil man das beim technischen wie bei meinen Standhaltern.

00:08:46: Für das haben wir heute auch sehr viel Benefit, wenn wir die Leute intern anziehen und so übernehmen

00:08:53: können.

00:08:53: Genau, gleichzeitig haben sie grosse Entwicklungsmöglichkeiten,

00:08:56: die auch

00:08:57: bei der VBZ bestünden.

00:08:59: Das System haben wir durchgängig, wenn man die Fahrzeugreiniger bis Depo-Chef eine Möglichkeit hat, wenn sich jemand so weiterentwickeln will, bis zu einem gewissen Grad.

00:09:11: Man sagt, ein Instandhalter kann sich weiterentwickeln zu einem Teamleiter.

00:09:15: Ein Teamleiter kann ein Meister werden, ein Meister kann Depo-Chef werden.

00:09:20: Depo-Chef könnte dann zukünftig auch meinig sein.

00:09:23: Okay, alles klar.

00:09:24: Du hast gerade etwas Wichtiges angesprochen.

00:09:26: Die Schichtarbeit.

00:09:28: Bei euch im Team arbeiten alle Leute Schicht.

00:09:32: Genau.

00:09:33: Wir haben aber unterschiedliche Schichten.

00:09:35: Die Führung in den Standortleitern, der Depotschef und die Meisteren haben nicht ganz so ein krasses Schichtmodell.

00:09:43: Die arbeiten aber auch an den Frühjahren, fangen bei ihnen um die Fäume an, bis am Abend am Sechse, wo am Tag durch einmal ein Abtausch noch gibt, haben aber auch Wochenende, also auch sieben Tage.

00:09:56: Aber nicht rund um die Uhr.

00:09:58: Der Instandhalter und der Technische Fahrzeugwarte haben drei Schichten.

00:10:02: Die schwangen am Morgen um die vier Uhr schon an.

00:10:05: Bis hin zu am halben, drei am Morgen.

00:10:08: Die Zeitspanien sind wesentlich grösser.

00:10:10: Das sind auch die dreihundertfünfundsechzeig, fast vierundzwanzig Stunden.

00:10:14: Logisch, weil die Trams halt auch ... Eigentlich keine Pausen machen, sie sind...

00:10:18: Genau, sie sind nur ganz kurze Zeit, sind sie eigentlich im Betriebshof abgestellt und sind nach und nach wieder bei den Kunden.

00:10:25: Etwas, was ich auch gehört habe, ist, dass es in diesen Prüfen schwierig ist, zum Teil Zeit zu arbeiten.

00:10:30: Vielleicht kannst du zu dem auch noch etwas sagen.

00:10:33: Ja, wir haben ... Wir sind am ACG unterstellt, weil wir den Tram arbeiten.

00:10:38: Das ist ein Arbeitszeitgesetz.

00:10:40: Das ist sehr strikt reglementiert.

00:10:43: Mit wie lange darf ich arbeiten, welche Dienstabfolge, Ruhe schichten?

00:10:49: Das ist zum einen ein Schutz für den Mitarbeiter sowie aber auch für die Kunden.

00:10:52: Man kann sagen, die Leute, die am Tram arbeiten, sind ausgerubert und wissen, was sie machen.

00:10:57: Sie haben dort natürlich eine komplexe Dienstplanung hin.

00:11:01: Was dann nach einem sehr schwierigen ist, zum Teilzeitmodell integrieren.

00:11:06: Wir haben einen kleinen ... Wo kann Teilzeit arbeiten?

00:11:11: Aber das sind pro Depot meistens eine Person, die wir eigentlich wie auffangen können, sagen können, dass wir das ermöglichen können.

00:11:19: Und die Schüsse haben eine reiche Hundertprozent Anstellung, dass wir auch die Turnus gestalten können, dass die Schicht abfolgen will.

00:11:26: Ein Nachtdienst z.B.

00:11:27: macht man dann halt sieben Tage am Stück.

00:11:30: Und wenn dann nach einer Teilzeit Mitarbeiter dann sagt am Freitag, Samstagssundung mache ich dann nicht mehr, würde ich nicht

00:11:36: aufgehen.

00:11:38: Danke, Michael, vielmals für die Einblick in den Bereich in Standhaltung.

00:11:43: Alles Gute wünsche ich dir.

00:11:45: Danke, das macht es gut.

00:11:46: Ciao, Jessica.

00:11:49: Schön, dass ihr dabei war bei der neuesten Folge des VBZ-Karrierenkompass.

00:11:53: Ich freue mich, wenn ihr auch nächstes Mal wieder zulosen und uns auf Spotify folgt.

00:11:58: Ich werde nämlich auch in Zukunft spannende Persönlichkeiten der VBZ bei mir begrüßen dürfen.

00:12:04: Habt es gut und bis ganz bald.

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